Die Anfänge

Wie bei vielen SmartHome-Fans begann auch mein Weg mit einem Amazon Echo Dot, einer Philips-Hue-Bridge und den passenden Glühbirnen. Das dürfte etwa 2017 gewesen sein – zu der Zeit produzierte ich YouTube-Videos und richtete mir dafür ein kleines Studio ein. Zunächst interessierte mich weniger die Technik an sich, sie war für mich vor allem Mittel zum Zweck. Schnell merkte ich jedoch, wie praktisch die Lichtsteuerung per Sprachassistent im Alltag ist. Also folgte Glühbirne auf Glühbirne, und auch die Echo-Geräte zogen nach und nach in immer mehr Räume ein.

Das Haus und seine vielen Möglichkeiten

Als meine Frau und ich 2019 in unser Haus zogen, wuchs nicht nur die Wohnfläche, sondern auch die Zahl der Fenster deutlich. Die Vorbesitzer – meine Schwiegereltern – hatten die Rollos bereits elektrifiziert, allerdings ließen sich diese nur manuell steuern oder direkt am Gerät programmieren. Das empfand ich schnell als lästig, weshalb ich die Rollos durch smarte Rolladenschalter von Eterski ersetzte. Sie waren günstig – bei acht Fenstern ein wichtiges Argument –, optisch ansprechend und einfach zu montieren. Über diese Schalter kam ich auch zum ersten Mal mit Automationen in Berührung, wenn auch noch in sehr einfacher Form.

Mit den zusätzlichen Räumen wuchs auch der Bedarf an neuen Glühbirnen. Bei der benötigten Stückzahl entschied ich mich für ein günstigeres Modell und wurde bei IKEA fündig. So zogen weitere Glühbirnen samt neuer Bridge ein, und ich konnte mich in der Lichtsteuerung so richtig austoben.

Weniger Begeisterung brachte ich dagegen fürs Staubsaugen auf. Wegen der Hausstauballergie meiner Frau lag diese Aufgabe von vornherein bei mir – und Staubsaugen war noch nie meine Stärke. Nach einigen Monaten konnte ich meine Frau von den Vorzügen eines Saugroboters überzeugen, und ein Xiaomi Dreame zog bei uns ein.

Zu Weihnachten kamen dann smarte Steckdosen von Tuya hinzu, um die Weihnachtsdeko zu steuern – und ich experimentierte munter mit Automationen innerhalb der doch recht begrenzten Möglichkeiten der Alexa-App.

Mit der Zeit hatten wir zwar viele smarte Geräte im Haus, doch zunehmend störten mich einige Dinge: Die Rolladenschalter fielen immer wieder aus, der Saugroboter machte mir mehr Arbeit, als er abnahm, am Router hingen gleich zwei Bridges, und auf meinem Handy sammelten sich sechs verschiedene Apps an. Mir wurde klar, dass sich etwas ändern musste – und ich begann, mich ernsthaft mit dem Thema SmartHome auseinanderzusetzen.

Home Assistant – die Lösung für alles

2024 stieß ich auf Home Assistant und erkannte schnell: Das ist die eierlegende Wollmilchsau unter den SmartHome-Systemen. Da ich zu diesem Zeitpunkt noch keine Ahnung hatte, was ein Raspberry Pi überhaupt ist, entschied ich mich für einen Home Assistant Green in Kombination mit einem Home Assistant Connect ZBT-1 für die Zigbee-Steuerung. Auf einen Schlag wurde ich die Bridges von Philips Hue und IKEA sowie die dazugehörigen Apps los. Die intensive Auseinandersetzung mit Home Assistant führte aber nicht nur zu weniger Apps und Bridges, sondern eröffnete mir auch völlig neue, bis dahin ungeahnte Möglichkeiten – und wurde so zu meiner neuen großen Leidenschaft.

Im nächsten Beitrag berichte ich davon, wie die Sanierung gemeinsam mit dem Home Assistant dazu führte, dass ich unser Haus immer weiter automatisiert habe und was dabei nicht so gelungen ist.

Geschrieben von Jan Behr. Fragen oder Anmerkungen? Ich freue mich über den Austausch.